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Ansprechpartner

Jens Ochsenreither
Bereitschaftsleiter

Schönbuchstraße 5
72119 Ammerbuch

bereitschaft[at]drk-ammerbuch[dot]de

Ausbildungen

So zahlreich wie unsere Aufgaben sind, so umfangreich sind auch die Anforderungen an unsere Helfer. Damit neue Mitglieder bestens für die Aufgaben im DRK gewappnet sind, erhalten Sie eine fundierte Aus-, und im Laufe ihrer Tätigkeit auch Weiterbildung. Diese möchten wir Ihnen hier vorstellen. 

Helfergrundausbildung

Neue Helfer durchlaufen zunächst die sogenannte "Helfergrundausbildung" (HGA). Die HGA soll das neue Mitglied mit den Aufgaben und Arbeiten des DRK vertraut machen und Abläufe näher bringen. Zudem soll so ein Grundwissen über die verschiedenen Gruppierungen und Aufgabenfelder verfestigt werden.

Die Helfergrundausbildung teilt sich folgendermaßen auf:

Weitere notfallmedizinische Ausbildungen

Weitere notfallmedizinische Ausbildungen sind in Deutschland gesetzlich geregelt und unterteilen sich in Rettungshelfer, Rettungssanitäter, Notfallsanitäter/Rettungsassistent und dem Notarzt.

Der Volksmund kennt jedoch nur den "Sanitäter" bzw. den Rettungssanitäter. Zu erwähnen hierbei wäre, dass die höchste nicht-ärztliche Ausbildungsstufe im Rettungsdienst zur Zeit das neue Berufsbild des Notfallsanitäters ist, das den bisherigen Rettungsassistent an dieser Stelle ablöst.

Helfer, die sich über den Sanitätshelfer hinausgehendes Wissen und Fertigkeiten aneignen möchten, haben bei enstprechendem Engagement die Möglichkeit, die Ausbildung bis zum Rettungssanitäter über den DRK OV Ammerbuch zu absolvieren.

Rettungshelfer

Rettungshelfer sind Personen, die an einer über die Fachdienstausbildung für den Sanitätsdienst hinausgehende rettungsdienstliche Ausbildung teilgenommen haben. Rettungs­helfer werden im allgemeinen als Fahrer des Krankenkraftwagens eingesetzt. Sie wirken entsprechend ihrer Qualifikationen und den länderspezifischen Regelungen im Krankentransport und in der Notfallrettung mit. Obwohl der Einsatzschwerpunkt von Rettungshelfern im Krankentransport liegt, können Rettungshelfer dem höherqualifiziertem Personal auch bei Notfällen assistieren.

Die Ausbildung zum Rettungshelfer besteht aus:

1. 160h Lehrgang mit schriftlicher und praktischer Prüfung
2.  80h Rettungswachenpraktikum

Als Voraussetzung zur Teilnahme am Lehrgang (160 Stunden) müssen die körperliche und geistige Eignung, ein Mindestalter von 18 Jahren sowie der Hauptschulabschluss oder eine abgeschlossene Berufsausbildung nachgewiesen werden. Am Ende des Lehrgangs erfolgt eine theoretische und praktische Prüfung.

Das Rettungswachenpraktikum (80 Stunden) dient zur Erlangung der organisatorischen - und zur Sicherung der theoretischen und praktischen Kenntnisse. Es muss innerhalb eines Jahres durchgeführt werden.
Der Einsatz des Praktikanten soll sowohl im Krankentransport als auch in der Notfallrettung erfolgen.

Die Gesamtausbildung muss innerhalb von 2 Jahren abgeschlossen sein.

Rettungssanitäter

Rettungssanitäter sind Personen, die nach den Grundsätzen zur Ausbildung des Personals im Rettungsdienst (gemäß Bund – Länder - Ausschuss Rettungswesen vom 20.09.1977) ausgebildet sind und im Rettungsdienst einge­setzt werden. Rettungs­sanitäter werden im allgemeinen als Beifahrer des Krankenwagens und als Fahrer des Rettungswagens eingesetzt. Sie wirken entsprechend ihrer Qualifikationen und den länderspezifischen Regelungen in der Notfallrettung und im Krankentransport mit. Obwohl der Einsatzschwerpunkt von Rettungssanitätern im Krankentransport liegt, können Rettungssanitäter dem höherqualifiziertem Personal auch bei Notfällen assistieren.

Die Ausbildung zum Rettungssanitäter besteht aus folgenden vier Teilen:

1. Lehrgang analog zum Rettungshelfer mit schriftlicher und praktischer Prüfung
2. 160h Klinikpraktikum
3. 160h Rettungswachenpraktikum
4. 40 Abschlusslehrgang mit schriftlicher, theoretischer und praktischer Prüfung

Der Lehrgang dient zur Erlangung der fachtheoretischen und fachpraktischen Kenntnisse, die der Rettungssanitäter zur Ausübung seiner Tätigkeit benötigt und umfasst 160 Stunden. Als Voraussetzung zur Teilnahme müssen die körperliche und geistige Eignung, ein Mindestalter von 18 Jahren sowie der Hauptschulabschluß oder eine abgeschlossene Berufsausbildung nachgewiesen werden. Ein Polizeiliches Führungszeugnis kann verlangt werden. Am Ende des Lehrgangs erfolgt eine theoretische und praktische Prüfung.

Das Klinikpraktikum (160 Stunden) dient zur Erlangung und Vertiefung der praktischen Fähigkeiten die zur Ausübung als Rettungssanitäter erforderlich sind. Es wird in Vollzeitform innerhalb von 4 Wochen durchgeführt.

Das Rettungswachenpraktikum (160 Stunden) dient zur Erlangung der organisatorischen - und zur Sicherung der theoretischen und praktischen Kenntnisse. Es muss innerhalb eines Zeitraums von einem Jahr durchgeführt werden. Der Einsatz im Rettungswachenpraktikum erfolgt als Praktikanten im Krankentransport und als auch in der Notfallrettung.

Der Abschlusslehrgang dient zur Wiederholung, Festigung und Prüfung der fachtheoretischen und fachpraktischen Kenntnisse, die der Rettungssanitäter zur Ausübung seiner Tätigkeit benötigt. Er umfasst mindestens 40 Stunden. Die Prüfung zum Rettungssanitäter findet entsprechend den Ausführungen der Bund-Länder-Kommission, bzw. den Prüfungsordnungen der Landesverbände statt.

Die Gesamtausbildung muss innerhalb von drei Jahren abgeschlossen sein.

Notfallsanitäter/Rettungsassistent

Der Beruf des Notfallsanitäters hat den bisherigen Rettungsassistenten als höchste nichtärztliche Qualifikation im Rettungsdienst abgelöst. Die Ausbildung zum Notfallsanitäter unterscheidet sich wesentlich von der bisherigen Ausbildung zum Beruf des Rettungsassistenten und wurde von zwei auf drei Jahre verlängert. Das Notfallsanitätergesetz (NotSanG) und die aufgrund dieses Gesetzes erlassene Ausbildungs- und Prüfungsverordnung sind am 1. Januar 2014 in Kraft getreten. Das bisherige Rettungsassistentengesetz tritt am 31. Dezember 2014 außer Kraft, um eine einjährige Übergangsphase bei der Ausbildung zu ermöglichen.

Als Zugangsvoraussetzung muss mindestens ein mittlerer schulischer Bildungsabschluss vorgewiesen werden. Hauptschüler müssen zusätzlich eine mindestens zweijährige Berufsausbildung absolviert haben (§ 8 Nr. 2 NotSanG).

Als neues Ausbildungziel gilt, dass entsprechend dem allgemein anerkannten Stand rettungsdienstlicher, medizinischer und weiterer bezugswissenschaftlicher Erkenntnisse fachliche, personale, soziale und methodische Kompetenzen zur eigenverantwortlichen Durchführung und teamorientierten Mitwirkung insbesondere bei der notfallmedizinischen Versorgung und dem Transport von Patientinnen und Patienten vermittelt werden sollen (§ 4 Abs. 1 Satz 1 NotSanG).

Die Ausbildung besteht aus einem theoretischem und praktischem Unterricht im Umfang von 1920 Stunden in einer staatlich anerkannten Schule. An Stelle des früher traditionellen Fächerkatalogs ist die Ausbildung in zehn verschiedene Themenbereiche gegliedert, die einen übergreifenden Charakter haben und auf eine stärker handlungsorientierte Ausbildung ausgerichtet sind:

  1. Notfallsituationen bei Menschen aller Altersgruppen sowie Gefahrensituationen erkennen, erfassen und bewerten
  2. Rettungsdienstliche Maßnahmen und Maßnahmen der Gefahrenabwehr auswählen, durchführen und auswerten
  3. Kommunikation und Interaktion mit sowie Beratung von hilfesuchenden und hilfebedürftigen Menschen unter Berücksichtigung des jeweiligen Alters sowie soziologischer und psychologischer Aspekte
  4. Abläufe im Rettungsdienst strukturieren und Maßnahmen in Algorithmen und Einsatzkonzepte integrieren und anwenden
  5. Das Arbeiten im Rettungsdienst intern und interdisziplinär innerhalb vorhandener Strukturen organisieren
  6. Handeln im Rettungsdienst an Qualitätskriterien ausrichten, die an rechtlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Rahmenbedingungen orientiert sind
  7. Bei der medizinischen Diagnostik und Therapie mitwirken, lebenserhaltende Maßnahmen und Maßnahmen zur Abwendung schwerer Schäden durchführen. Es können dabei in gewissem Rahmen bis zur Übergabe an einen weiterbehandelnden Arzt auch invasive Maßnahmen durchgeführt werden.
  8. Berufliches Selbstverständnis entwickeln und lernen, berufliche Anforderungen zu bewältigen
  9. Auf die Entwicklung des Notfallsanitäterberufs im gesellschaftlichen Kontext Einfluss nehmen
  10. In Gruppen und Teams zusammenarbeiten

Die praktische Ausbildung findet zum einen in einer genehmigten Lehrrettungswache im Umfang von 1960 Stunden und zum andern in einem geeigneten Krankenhaus im Umfang von 720 Stunden statt. Sie umfasst im Einzelnen:

  • Rettungswache

    • Dienst an einer Rettungswache
    • Durchführung und Organisation von Krankentransporten
    • Durchführung und Organisation von Einsätzen in der Notfallrettung

  • Krankenhaus

    • Pflegeabteilung
    • Interdisziplinäre Notfallaufnahme
    • Anästhesie-und OP-Abteilung
    • Intensivmedizinische Abteilung
    • Geburtshilfliche, pädiatrische oder kinderchirurgische Fachabteilung/Intensivstation oder Station mit entsprechenden Patientinnen und Patienten
    • Psychiatrische, gerontopsychiatrische oder gerontologische Fachabteilung

Die Ausbildung schließt mit einer staatlichen Prüfung ab, die einen schriftlichen, mündlichen und praktischen Teil umfasst. Die Prüfung ist an der Schule abzulegen, bei der die Ausbildung abgeschlossen wird.

Rettungsassistenten können die neue Berufsbezeichnung führen, wenn sie bis Ende 2020 eine Ergänzungsprüfung bestehen. Abhängig von der Dauer ihrer beruflichen Tätigkeit sind hierfür bis zu 960 Stunden Weiterbildung notwendig (§ 32 NotSanG)


Quelle: Wikipedia

Notarzt

Der Notarzt ist ein Arzt mit einer Fortbildung in der Notfallmedizin. Er hat ein entsprechendes Studium der Humanmedizin erfolgreich abeschlossen und verfügt über einen "Sachkundenachweis Rettungsdienst" bzw "Zusatzbezeichnung Notfallmedizin" (je nach Bundesland), das ihn befähigt, Notfallpatienten in kritischem Zustand zu behandeln.