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Medizinische Ausrüstung

Bild: F. Schäfer / DRK Ammerbuch

Für unsere Hauptaufgaben Sanitätsdienst und Helfer vor Ort ist eine umfangreiche und solide Ausrüstung an medizinischem Equipment unverzichtbar. Damit jeder Helfer mit jedem Fahrzeug arbeiten kann, legen wir viel Wert auf Einheitlichkeit bei der Ausstattung. Im folgenden sehen Sie unsere "Werkzeuge":

Notfallrucksäcke

Blauer Rucksack "Atmung" und roter Rucksack "Kreislauf" Bild: F. Schäfer / DRK Ammerbuch

Unsere Notfallrucksäcke teilen sich nach dem Anwendungsgebiet. Der rote Rucksack "Kreislauf" beinhaltet sämtliche diagnostischen Geräte wie Blutdruckmanschette, Stethoskop, Blutzucker-Messgerät, Pulsoximeter, Pupillenleuchte und Material zum Legen eines intravenösen Zugangs. Dazu zählen Kanülen in verschiedenen Größen und Infusionslösungen. Zusätzlich befinden sich in diesem Rucksack Verbandsmaterialen wie Pflaster, Verbandtücher, Kompressen etc.


Inhalt des blauen Rucksacks ist alles, was mit der Atmung zu tun hat. Hier finden sich ein Beatmungsbeutel, die Sauerstoff-Flasche, die Hand-Absaugpumpe, Guedel- und Larynxtuben in verschiedenen Größen (zur Sicherung der Atemwege) und nicht zuletzt Sauerstoff-Brille und -maske.

 

 

Elektrokardiogramm (EKG)

EKG, Typ Corpuls 08/16, Bild: F. Schäfer / DRK Ammerbuch

Das Elektrokardiogramm (kurz EKG) misst die Ströme des Reizleitungssystems des Herzens und macht diese über eine graphische Kurve sichtbar. So kann die elektrische Herztätigkeit überwacht werden und des Weiteren gibt ein EKG Aufschluss über eine mögliche Erkrankung des Herzens. Das erfasste EKG kann zur besseren Bewertung ausgedruckt werden. Auf unserem Krankenktransportwagen ist das abgebildete EKG des Typs Corpuls 08/16 verbaut. Dieses EKG bietet zusätzlich eine Defibrillations-Funktion.

Defibrillator (AED)

AED Primedic Heartsave, Bild: F. Schäfer / DRK Ammerbuch

Bei einem Herz-Kreislaufstillstand kommt es auf jede Sekunde an. In vielen Fällen ist ein Kammerflimmern ursächlich. Dies bedeutet, dass das elektrische Reizleitungssystem des Herzmuskels unkontrollierte Impulse abgibt und sich jede Muskelzelle unkoordiniert bewegt. Um dies zu durchbrechen, wird bei einer Reanimation ein Defibrillator eingesetzt. Weit verbreitet (auch an vielen öffentlichen Plätzen) sind die hier abgebildeten automatisierten externen Defibrillatoren (kurz AED).

Automatisiert bedeutet, dass der Defibrillator den elektrischen Rhythmus selbständig analysiert und automatisch erkennt, ob ein elektrischer Schock abgegeben werden muss. Zusätzlich kann er für Laien Informationen zur Platzierung der Elektroden und zu den Reanmiationszyklen geben. Der elektrische Schock sorgt vereinfacht gesagt für einen "Reset" am Reizleitungssystem des Herzens und unterbricht die unkoordinierte Herztätigkeit, um das System wieder in Takt zu bringen.

Immobilisation

Immobilisationsmaterial von links nach rechts Bild: F. Schäfer / DRK Ammerbuch

Vor allem bei traumatischen Notfällen wie Verkehrsunfällen, Frakturen, Stürzen etc. muss die betroffene Körperregion ruhig gestellt und fixiert werden. Dazu haben wir eine Vielzahl an Möglichkeiten.

Schaufeltrage (im Bild ganz links):

Die Schaufeltrage kann in der Mitte geöffnet werden und bildet so die zwei namensgebenden "Schaufeln", die man unter den liegenden Patient schieben kann, ohne ihn in großem Maße bewegen zu müssen. Er wird dann im Folgenden auf die Vakuummatratze gehoben.

Vakuummatratze (im Bild auf der Trage):

Diese Matratze ist mit einem feinen Granulat und Luft gefüllt. Liegt der Patient darauf, wird die Matratze an seinen Körper angeformt und die Luft abgesaugt. Durch dieses Vakuum bleibt das Granulat in seiner angeformten Stellung und bildet eine harte Form, in der der Patient fixiert ist, um weitere Verletzungen durch Bewegung zu vermeiden. Des Weiteren werden bestehende Verletzungen so nicht weiter belastet. Durch ein Ventil kann wieder Luft eingelassen werden und die Matratze wird bis zum nächsten Einsatz wieder flexibel.

Halskrause (im Bild unten rechts):

Die Halskrause lässt sich flexibel an die Größe des Patienten anpassen. Sie sorgt so für eine Fixierung der Halswirbelsäule (bspw. nach Stürzen oder einem Schleudertrauma).


Spineboard (im Bild ganz rechts):

Diese Immobilisationshilfe kommt ursprünglich aus den USA und ist auch in Deutschland immer verbreiteter. Ähnlich wie bei dier Schaufeltrage wird der Patient auf diesem Kunststoffbrett gelagert, um beim Verdacht einer Wirbelsäulenverletzung eine schonende Rettung zu realiseren. Mit diversen Gurten und einer Kopffixierung ("Head-Block") wird der Patient in eine stabile Lage gebracht. Der Vorteil des Spineboards ist sein geringes Gewicht bei einer gleichzeitig hohen Tragfähigkeit. Daher wird es auch häufig in der Wasserrrettung eingesetzt. Ebenso entfällt hier das Umlagern auf die Vakuummatratze. Zusätzlich ist es durchlässig für Röntgenstrahlen, so dass der Patient auch in der Klinik noch sicher auf dem Spineboard verbleiben kann.

Immobilisationsschiene (nicht auf dem Bild):

Diese mit Schaumstoff beschichtete Alu-Schiene kann flexibel an eine Extremität (Arm oder Bein) angepasst  werden. Dadurch, dass die Schiene nach dem Anformen in der Breite geknickt wird, ergibt sich eine feste Schiene. Mit Binden wird die Schiene anschließend an der verletzten Extremität befestigt.

Sanitätsrucksack

Der Sanitätsrucksack Bild: F. Schäfer / DRK Ammerbuch

Der Sanitätsrucksack ist unser "kleiner Notfallrucksack". Bei größeren Sanitätsdiensten bspw. kommt er zum Einsatz, wenn ein Sanitätsposten kein Fahrzeug bei sich hat. Auch für die kleine erste Hilfe ist er bestens geeignet. Ausgestattet ist der Rucksack mit üblichen Verbandsmaterialen (Pflaster, Binden, Kompressen, Verbandpäckchen), sowie Blutdruckmanschette, Stethoskop und Beatmungsbeutel.

Absaugung

Die elektrische Absaugpumpe Bild: F. Schäfer / DRK Ammerbuch

Vor allem bei bewusstlosen Personen kann eine Absaugung notwendig sein. Sind die Atemwege durch Erbrochenes, Speichel oder Blut blockiert, kommen die Absaugpumpen zum Einsatz. Neben der elektrischen Absaugpumpe, verfügt jeder Sauerstoffrucksack über eine manuelle Hand-/Fußpumpe. Zusätzlich kann mit diesen Pumpen auch die Vakuummatratze angesaugt werden.